Iserlohner David Beckmann in der Formel E

Der Iserlohner David Beckmann hat sich seinen Traum erfüllt. Er hat es vom Kartsport in die Formel E geschafft. Uns erzählt er von seinem Werdegang.

© Formel E

Aus Iserlohn in die Formel E

David Beckmann wurde in Iserlohn geboren. Die ersten Rennerfahrungen hat er früh im Kartsport gesammelt. Sein Vater war dabei immer an seiner Seite und hat ihn in allen Belangen unterstützt. Schon früh sammelte er erste Erfolge und setzte sich sogar in Kartrennen gegen Mick Schumacher durch. Seinen Vater, den Formel-1-Fahrer Michael Schumacher, traf er oft an der Strecke. Schon damals gehörte Michael Schumacher zu seinen Vorbildern. Auch sein Vorbild Sebastian Vettel wird er später noch persönlich treffen.

"Das war schon damals eine sehr besondere Zeit, also wenn ich einen Formel 3 Fahrer gesehen habe, da musste ich direkt ein Autogramm haben."

Kartsport erst als Hobby

Im jungen Alter ist der Kartsport zunächst ein Hobby für David. Er sieht den Sport entspannt und denkt nur von Rennen zu Rennen. 2012 gewinnt er sowohl die DMV-Kartmeisterschaft als auch den European-Bridgestone-Cup. In David wächst immer mehr die Idee, mit seinem Talent noch weiterzugehen. Auch hier unterstützt ihn die Familie; sein Vater kümmert sich unter anderem um Sponsoren, die die Karriere seines Sohnes weiter fördern. Kartsport und Rennsport allgemein sind teure Sportarten.

Einstieg in den Formelsport

2015 ergibt sich für David die Chance: Er steigt in den Formelsport auf – erst einmal in die Formel 4 und erreicht schnell den fünften Platz in der Gesamtwertung. Nur ein Jahr später steigt er in ein Formel-3-Auto. Auch dort sammelt er schnell Erfolge. Zwei Saisons fährt er dort und erreicht zwei Podiumsplätze. Ab 2021 folgt dann der weitere Aufstieg in die Formel 2. David ist ganz nah an seinem Traum, bei den Großen der Formel 1 mitfahren zu dürfen. Die ersten Schritte macht er dann aber doch im vollelektrischen Motorsport, als Test- und Ersatzfahrer.

"Als ich das erste Mal Formel 4 gefahren bin, da war das dann für mich auch so. Das ist dann: Ja ich habe das jetzt geschafft vom Kartsport in den Formelsport zu kommen."
© Formel E
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Aufstieg in die Formel E

Seit 2022 sitzt David Beckmann in einem Formel-E-Auto – zunächst als offizieller Testfahrer für Porsche und jetzt als Hauptfahrer für das Team Cupa Niro. David sagt, er sei dort angekommen und fühle sich wohl. Für die Formel 1 sei er aber bereits zu alt.

"Du musst eigentlich schon mit Anfang 20 in der Formel 1 sein, wenn du dort erfolgreich sein willst. Ich bin aber in der Formel E aktuell sehr zufrieden."

Aktuell bestreitet David seine erste volle Saison in der Formel E. Am 12. April startet er beim E-Prix in Miami. Die Vorbereitung für ein solches Rennen sei aber fast genauso anstrengend wie in der Formel 1. Im Gegensatz zu anderen Bereichen des Motorsports darf er einen Großteil der Zeit nur im Simulator trainieren. Dadurch stelle die Formel E sicher, dass Ressourcen und Geld gespart werden.

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Plan B neben dem Motorsport

Auf die Nachfrage, was er denn anstelle seiner Karriere im Motorsport machen würde, schmunzelt er. Seine Familie ist im Bereich der erneuerbaren Energien tätig und baut aktuell eine Windkraftanlage in Schalksmühle. So oder so würde David also vollelektrisch arbeiten. Aktuell konzentriert er sich aber voll und ganz auf den Motorsport. Für seine erste Saison erhofft er sich viele Punkte und einen guten Saisonabschluss für sein gesamtes Team. /LiS

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